Sebastian Weigle hat mit Beginn der Spielzeit 2008/09 die musikalische Leitung der Oper Frankfurt übernommen. Außerdem ist er seit 2004 Generalmusikdirektor am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, wo er bislang u.a. die Neuproduktionen von Mussorgskys Boris Godunow und Wagners Parsifal und diverse Konzerte dirigiert hat, und wo er auch in der laufenden Saison mit diversen Produktionen zu erleben ist.

An der Oper Frankfurt dirigierte er erstmals in der Spielzeit 2002/03 die Wiederaufnahme von Strauss‘ Salome, gefolgt von einer Neuinszenierung der Frau ohne Schatten. Für diesen außergewöhnlichen Erfolg wurde er 2003 von den Kritikern des Fachmagazins „Opernwelt“ zum „Dirigenten des Jahres“ gekürt und kehrte für die Wiederaufnahme des Werkes im Januar 2005 nach Frankfurt zurück. Danach übernahm er u.a. in der Spielzeit 2005/06 die musikalische Leitung von Tschaikowskis Pique Dame.

2005 wurde sein Dirigat des Parsifals in Barcelona am Liceu geehrt, und 2006 wurde Sebastian Weigle zum dritten Mal "Dirigent des Jahres" mit der "besten Produktion des Jahres", der Toten Stadt, wiederum am Gran Teatre del Liceu in Barcelona.

Engagements erfolgten darüber hinaus u.a. an die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Dresden, nach Granada, an das Nationaltheater Mannheim, an die Metropolitan Opera New York, die Volksoper Wien und die Opernhäuser von Cincinnati und Sydney sowie nach Japan. Im Februar 2006 gab er mit Fidelio sein erfolgreiches Debüt an der Staatsoper Wien, und im Sommer 2007 folgte sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen, wo er die Neuproduktion der Meistersinger von Nürnberg übernahm. Nach der von Publikum und Presse gefeierten Premiere von Tiefland an der Wiener Volksoper im Oktober 2007 folgte er, neben seinen umfangreichen Verpflichtungen in Barcelona, Einladungen nach Bonn, Hamburg, Leipzig und Lyon, um nur einige zu nennen.

Zudem erhält Sebastian Weigle regelmäßig Einladungen von renommierten Orchestern, darunter das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das Münchner Rundfunkorchester, die Bamberger Symphoniker, die Staatskapellen Berlin und Dresden, das Berliner Sinfonie-Orchester, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und die Hamburger Symphoniker. Im Ausland musizierte er mit dem Radio Symphonieorchester Wien, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Aalborg Symphony Orchestra, dem Bergen Philharmonic Orchestra, dem Helsingborg Symphony Orchestra, dem Swedish Chamber Orchestra, dem Trondheim Symphony Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Chicago Grand Park Festival Orchestra, dem Melbourne Symphony Orchestra sowie dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und dem Tokyo Philharmonic Orchestra.

Der 1961 in Berlin geborene Dirigent erhielt seine Ausbildung an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, wo er gleichzeitig die Fächer Horn, Klavier und Dirigieren studierte. 1982 wurde er zum 1. Solohornisten der Staatskapelle Berlin ernannt.

1987 gründete er den Kammerchor Berlin und war künstlerischer Leiter des Neuen Berliner Kammerorchesters und wurde 1993 Chefdirigent der jungen Philharmonie Brandenburg (Landes-Jugendsinfonieorchester) Von 1997 bis 2002 erarbeitete er sich als Erster Staatskapellmeister an der Berliner Staatsoper vor allem mit Werken von Mozart, Beethoven, Wagner und Strauss ein weit gefächertes Repertoire, und kehrte später als regelmäßiger Gast für diverse Aufführungen an dieses Haus zurück.

Zahlreiche CD-Einspielungen (u.a. Hans Rotts Sinfonie Nr. 1) des Künstlers liegen vor.

Oktober 2008

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